Hugo Spowers,
Chief Engineer und Founder Riversimple

Hugo Spowers ist Eingeweihten bekannt als Selfmade-Unternehmer in der Autobranche. Als Entwickler und Ingenieur erweckte er das "Morgan LIFEcar" zum Leben, das er 2008 auf dem Genfer Autosalon enthüllte. Heute hat er ein ganz anderes, aber wohl noch größeres Projekt vor: mit dem "Riversimple Urban Car" will er der Brennstoffzelle endlich zum Durchbruch verhelfen. Das Auto-Start-up arbeitet indes von der walisischen Provinz aus, fernab der großen Metropolen. Der Oxford-Absolvent Spowers hat sein neues alternatives Auto kürzlich in London der Weltöffentlichkeit präsentiert. 12,5 Millionen Euro sind in die Entwicklung des schnittigen Wagens geflossen. Das Fahrzeug mit den Flügeltüren wiegt kaum eine halbe Tonne und ist nur 3,70 Meter lang. Die Reichweite einer Tankfüllung liegt nach Auskunft von Riversimple bei knapp 500 Kilometern. 2018 soll das Auto in Serienproduktion gehen und seinen Siegeszug auf dem Markt antreten. Spowers ist von seiner Mission überzeugt. Spowers' Riversimple Urban Car ist nicht bloß ein Brennstoffzellenauto, dahinter steckt ein ganzheitliches Entwicklungsprojekt und zudem ein ganzes Mobilitätskonzept. Dafür sei die Zeit jetzt reif. Seine These: Die etablierten Hersteller wollen den Status Quo aufrecht erhalten, sie machen mit dem existierenden Modell weiter, solange es nur irgends geht. Es dürfte auf der Bühne des Automobilwoche Kongresses demnach spannend werden. Dass er sich was traut, ist unbestritten: Spowers war als junger Student an der Oxford Universität aktives Mitglied des berühmt-berüchtigten "Dangerous Sports Club". Burkhard Riering